Mit dem Fotografieren - pardon - mit dem Knipsen habe ich
als Vierzehnjähriger angefangen. Damals kaufte ich mir von meinem Ersparten eine
Agfa-Pocketkamera. Mit ihr dokumentierte ich meine Jugenderlebnisse und
porträtierte meine Freundinnen und Freunde. Mit Siebzehn kaufte ich für 60 DM meine
erste „richtige“ Kamera, eine gebrauchte Voigtländer Vitessa III-L Baujahr 1957, die
bereits über den Luxus eines eingebauten Belichtungsmessers verfügte. Ihr Ultron 2,0/50 mm Objektiv war und ist heute noch Spitzenklasse. Das gute Stück hatte
zuvor viele Jahre einem Sportjournalisten gute Dienste geleistet. Mich begleitete diese robuste und stets zuverlässige
Kamera nicht nur viele Jahre auf Wochenendspaziergängen, sondern überstand
selbst härteste Einsätze während meiner Bundeswehrlaufbahn unbeschadet. Bei einem Fotowettbewerb der Fachzeitschrift "Soldat und Technik" habe ich mit ihr einen Preis gewonnen, bevor sie nach über zehnjährigem
Gebrauch von meiner ersten Spiegelreflexkamera abgelöst wurde und später einen
Ehrenplatz in der Vitrine erhielt. Von ihrer durchdachten Mechanik könnten auch heute moderne Hersteller noch etwas lernen!
Weitere SLR-Kameras folgten, zuletzt eine CANON EOS 50E mit einem CANON Zoom-Objektiv EF 28 - 135 mm, mit der
ich viele meiner Buchillustrationen realisierte.
Erst 2004 freundete ich mich mit
der Digitalfotografie an: Zunächst führte ich als Zweitkamera eine
µ[mju:] 300 Digitalkamera von Olympus mit, die nicht nur handlich und wetterfest war, sondern auch erstklassige Bilder für die Illustration meiner Wanderbücher lieferte.
Seit 2005 arbeite ich überwiegend mit einer sehr handlichen LUMIX DMC-FZ20 von Panasonic, die mit einem LEICA
DC-Elmarit-Objektiv und 12-fach optischem Zoom ausgestattet ist. Umgerechnet
aufs Kleinbildformat reicht damit die Brennweite von 36 bis 432
Millimeter. Und selbst bei voll ausgefahrenem Tele bietet die Kamera noch Blende 2,8
als kleinste Blendenöffnung – genau so viel wie in der Weitwinkelposition. Das
Objektiv vergeudet also kaum Licht, so dass ich viel länger ohne Blitz auskomme.
Die Qualität der Bilder und die Zuverlässigkeit dieser
Kamera sind überzeugend. Auch bei der Bedienungsfreundlichkeit kann
die LUMIX punkten. Vor allem das geringe Gewicht und die damit
verbundene
Handlichkeit haben dafür gesorgt, dass die FZ20 fortan mein ständiger
Begleiter wurde. Wo soviel Licht ist, gibt es auch Schatten.
Schwächen bei Gegenlicht und bei Nachtaufnahmen sowie das viel zu
kleine Display werden durch viele Einstellmöglichkeiten und den
hervorragenden optischen Bildstabilisator ausgeglichen. Allerdings ist
der eingebaute Okularsucher eher eine stilistische Entgleisung denn ein
nützliches Zubehör. Auch wenn die Kamera in Tests als lediglich
"semiprofessionell" eingestuft wird, bin ich mit den Ergebnissen der
deutsch-japanischen Liaison durchweg zufrieden.
Seit Dezember 2008 besitze ich die LUMIX DMC FZ50. Diese Kamera ist weitgehend baugleich mit der LEICA V-LUX 1, die aber geich einige Scheine mehr kostet. Meine ersten Erfahrungen sind durchwegs positiv.
Insbesondere die Sucherfunktion in Verbindung mit dem manuellen Zoom lässt
SLR-Erinnerungen aufflammen. Für die Qualität des LEICA- Elmarit-Objektivs kann
ich nur die Bestnote vergeben. Zusammen mit dem optischen Bildstabilisator
lässt der 12-fache Zoom auch ohne Stativ verwacklungsfreie Aufnahmen zu.
Einfach tief einatmen, lang ausatmen und abdrücken....
Die Bedienung ist einfach und
komfortabel. Die Kamera liegt gut in der Hand und überzeugt durch ihr
geringes
Gewicht. Die Menüführung ist kinderleicht und lässt keine Wünsche offen.
Positiv ist auch der nach allen Richtungen schwenkbare
Kontrollmonitor. Negativ
ist leider dessen unzureichende Größe (2 Zoll).
Das Erstellen von Nahaufnahmen (Makrofunktion) gelingt mit
der Lumix DMC FZ20 dank Autofocus leichter (schneller). Vielleicht liegt das auch nur
an mir.
Zum Glück habe ich die FZ20 nicht verkauft und habe sie als zweite
Kamera immer
noch gern in meiner Nähe.
Hinweis: Wenn Sie mehr über die abgebildeten Kameras wissen möchten, klicken Sie einfach die Abbildungen an
... und das ist mein Fazit nach über 40 Jahren autodidaktisch erworbener Fotopraxis:
"Den Unterschied zwischen Knipsen und Fotografieren begreift nur derjenige, der ein natürliches Auge für Sichtbares und ein Gespür für das Unsichtbare entwickelt. Ohne wirkliches Interesse am Objekt funktioniert das Knipsen nur in den seltensten Fällen. Selbst Schnappschüsse gelingen nur dann wirklich, wenn Erfahrung und Leidenschaft sich kurzfristig miteinander verbinden."
Landschaften und Nahaufnahmen von Pflanzen, Tieren und Gegenständen gehören zu meinen bevorzugten Motiven.
Besonders mag ich die oft diffusen Lichtverhältnisse des Altweibersommers und die geradezu explodierende Farbenwelt des Herbstes.
Herbsttag Mayschoss/Ahr
Einige Landschaftsdetails faszinieren mich derart, dass ich sie über mehrere Jahre zu den verschiedensten Jahreszeiten immer wieder fotografiere.
Nach dem Gewitter Glees/Eifel
Vor allem liebe ich das Moment der Ruhe. Mit ein wenig Glück gelingt es mir manchmal, sogar während der Rennen auf dem Nürburgring solche Momente zu dokumentieren.
Kurze Pause Viper/Nürburgring
Wenn Sie Freude an schönen Bildern haben, schauen Sie sich einmal meine Bildergalerien an