Arft. Das Frühlingsfest 2009 der Werbegemeinschaft der Wacholderheiden der Osteifel (WWO) hatten sich die Veranstalter eigentlich anders vorgestellt. Doch selbst Dauerregen am Morgen und Temperaturen um 5 Grad konnten die gute Laune der Akteure und ihrer Gäste kaum beeindrucken.
Dass gemeinschaftliches Handeln zu beachtlichen Ergebnissen führt, bewiesen einmal mehr die beteiligten Mitglieder zusammen mit Familienangehörigen und Freunden trotz des trüben Wetters. Geführte Wanderungen und Fotosafaris unter sachkundiger Anleitung durch die Arfter Wacholderheide oder Reiten und Basteln für Kinder - das Programm bot für Groß und Klein jede Menge Abwechslung und Spaß. Natürlich brauchte auch niemand auf Gaumenfreunden verzichten. Die saftigen Steaks und Würstchen aus dem Farmer- Barbecue-Grill nach amerikanischen Vorbild waren ein echtes Gourmeterlebnis.
Zwei Barbecueprofis machen kräftig Dampf ... (Foto: Ulrich Siewers PR)
Ob Basteln mit Naturprodukten im mollig warmen Wacholderwagen oder Reiten auf Westernpferden und Ponys vom Mühlenhof aus Acht - die von fachkundigen Betreuerinnen angeleiteten Mädchen und Jungen genossen ausgiebigst das kostenlose Angebot in den Arfter Wacholderheiden.
"Das Reiten durch die Wacholderheiden war einfach Spitze" (Bild: Ulrich Siewers PR)
Wer wollte, durfte die Eifler Naturschönheiten erleben: Unter fachkundiger Anleitung der "Wacholderwacht" ging es samt vierbeinigen Freunden durch die Arfter Wacholderheide.
Die Freundinnen und Freunde der Wacholderwacht mit ihren Gästen (Foto: Ulrich Siewers PR)
Dass die Heide auch an trüben Tagen mit Nebel und Regen dem ambitionierten Fotofreund etwas zu bieten hat, erfuhren Interessierte im Rahmen einer "Fotosafari" mit Ulrich Siewers. Ob farbenfrohe Nahaufnahmen von Regentropfen auf Blumen oder stimmungsvolle Schwarz-Weiß-Bilder der nebelumwobenen Heidelandschaft - an Motiven mangelte es zu keinem Zeitpunkt.
Fachsimpelei unter Fotofreunden (Foto: Monika Rausch)
Impressionen von der Fotosafari bietet die >>> Bildergalerie 7
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Gemeinsam mit dem Verein „Pro
Boos“ präsentierte sich die Werbegemeinschaft „Wacholderheiden der Osteifel“ vom 13. – 15. Juni 2008 auf
dem Rheinland-Pfalz-Tag 2008 in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Prominentester Gast war
Ministerpräsident Kurt Beck
Die Verbandsgemeinde Vordereifel präsentierte sich auf dem
diesjährigen Rheinland-Pfalz-Tag in Bad Neuenahr-Ahrweiler mit zwei Vereinen
der Region, dem touristischen Förderverein „Pro Boos“ und der Werbegemeinschaft „Wacholderheiden der Osteifel“.
Neben touristisch attraktiven Angeboten, darunter die neuen „Traumpfade“ im
Bereich der VG Vordereifel, stellte die Werbegemeinschaft typische Produkte der
Region vor. Dazu zählten Brotspezialitäten, Wurstwaren, Spirituosen und
allerlei nützliche Dinge aus Wacholderholz. Zahlreiche Besucher informierten
sich über touristische Angebote der Region und kosteten die kulinarischen
Spezialitäten wie „Wacholderheidenbrot“ mit selbstgemachter „Wacholderbutter“
oder „Heidefrühstück“ nach alter Hausschlachtertradition. Auch der
rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck ließ es sich nicht nehmen, die
Köstlichkeiten aus der Vordereifel zu kosten. Bevor „König Kurt“ und sein
Gefolge den Stand verließen, lobte er das Engagement der Beteiligten und nannte
es „vorbildlich“ für das gesamte Land Rheinland-Pfalz.
Ministerpräsident Kurt Beck lobt die Initiative der Wacholderheiden-Werbegemeinschaft (Foto: Ulrich Siewers PR)
Arft. Von Wanderern und Spaziergängern bisher unbemerkt
entwickelt sich in der Wacholderheide am Westrand des Raßberges seit kurzer
Zeit ein wahrer „Babyboom“
Für alle Freunde der Wacholderheiden
gibt es ein frohes Ereignis Anlass zur Freude. Wo noch vor wenigen Monaten ein
schattiges Wäldchen stand, hat das helle Licht der Sonne Dutzende kleine
Wacholderbabys „geboren“. Seit Jahrzehnten haben die im verkrauteten Boden
gefangenen Samen auf ihre Chance gewartet. Durch die Freistellungsmaßnahmen des
Forstamtes und die anschließende
intensive Bodenbearbeitung mit Spezialmaschinen wurde ihnen der Weg ins
Leben freigemacht. Nur wenige Zentimeter messen die hellgrünen Winzlinge, deren
stachelige Blattspitzen bereits jetzt ganz schön „pieksen“ können.
Das müssen sie auch, wenn sie nicht von den Schafen gefressen werden wollen,
die regelmäßig ihren künftigen Lebensraum von konkurrierenden Brombeerranken
und Ginsterbüschen freihalten. Bis die Minis die Größe ihrer Eltern erreichen,
vergehen noch viele Jahre. Wacholder wächst nur sehr langsam. Außerdem lauern
allerhand Gefahren auf die Kleinen. Die eine ist gelb und heißt Wacholderrostpilz und die andere hat zwei Beine und
gehört der Gattung Mensch an.
Wer glaubt, mit dem Ausgraben der Mini-Wacholder
seinen Garten bereichern zu können, irrt gewaltig. Erstens eignet sich unser
wilder Heide-Wacholder nicht für das Steinbeet und zweitens ist das Ausgraben
der geschützten Pflanze mit Strafe verbunden. Wer Lust hat, die Babys einmal näher
zu sehen, schließt sich am besten einer geführten Wacholderwanderung
an.
Nur wenige Zentimeter groß – Wacholderbabys am Raßberg bei Arft