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Natürlich lese ich viel und gerne. Alle Bücher an dieser Stelle aufzulisten, die mir gefallen oder die ich empfehlen möchte, würde den Rahmen dieser Seite sprengen. Ich möchte deshalb bevorzugt solche Bücher vorstellen, die thematisch mit den Inhalten meiner Homepage eng verbunden sind und vielleicht nicht so bekannt sind.
Ein historischer Roman von Michael Kuhn, der zur Römerzeit im heutigen Raum der Eifel spielt
Wir schreiben das Jahr 355 nach Christus. Schwer verwundet
rettet sich der Centurio Marcus Junius Maximus mit einer wichtigen Botschaft
aus dem brennenden Kastell Gelduba und schlägt sich mit wenigen Getreuen nach
Aachen durch. Die Kunst der Ärzte rettet sein Leben, und endlich genesen, kann
er den gefahrvollen Heimweg durch die unwegsamen Wälder der Eifel in die Heimat
antreten. Mit dem wegekundigen Galerius, seinem treuen Führer und Begleiter,
meistert er aufregende Abenteuer und entkommt nur mit knapper Not den
plündernden Horden der Franken. Er erreicht voller Glück das väterliche Weingut
in der Nähe von Trier und muss leidvoll erleben, dass der Krieg ihm gefolgt
ist. Es beginnt ein gnadenloser Kampf um die Heimat, und er erkennt, dass er
durch den Besitz seines persönlichen Schutzzaubers, einen golden Armreif, in
schicksalhafte Vorgänge verstrickt ist, deren Ursprünge weit in die
Vergangenheit reichen. Tapferkeit, Liebe, Treue und die fromme Hingabe zu den
alten Göttern lassen ihn gegen eine Welt bestehen, in der die ehrwürdigen
Tugenden Roms verblassen und das Christentum seinen Siegeszug angetreten hat.
Ein tolles Extra ist der zweite Teil des Buches, der dem Leser die Gelegenheit
gibt, sich selbst an die zum Teil noch gut erhaltenen historischen Stätten zu
begeben. Mit wissenschaftlicher Akribie hat der Autor, selber Historiker und
seit Jahren in der Archäologie tätig, die Lebensumstände und politischen
Ereignisse des vierten Jahrhunderts recherchiert. Das Ergebnis ist ein von der
Fachwelt anerkanntes Werk, das durch die Detailgenauigkeit der Lebensumstände
und die genaue Kenntnis der historischen Vorgänge an Rhein und Mosel in der
Spätzeit der römischen Herrschaft besticht. Der Leser wird eingeladen, eine
Zeitreise voller Spannung und Information anzutreten, und fühlt sich gleichsam
in das vierte nachchristliche Jahrhundert zurückversetzt.
Seit September 2008 gibt es eine Neuerscheinung auf
den deutschsprachigen Buchmarkt: ein immerwährender Eifelkalender. Es ist
das siebte Buch des Pronsfelder Autors Joachim Schröder, das im Sutton-Verlag
in Erfurt erschienen ist. Das Manuskript entstand in den Jahren 1999 bis 2005
und enthält auf 275 Seiten viele nützliche Ratschläge, aber auch Poesie und
Sachtexte. 32 Farbbilder und 46 historische Aufnahmen illustrieren den
ansehnlichen Buchband.
Die Auswanderung von Eifelbewohnern in die Neue
Welt ist ein schon häufig "beackertes" Feld. Aber obwohl zahlreiche
Publikationen Einzelaspekte dieses komplexen Themas beleuchtet haben, fehlt es
für viele Regionen nach wie vor an systematischen Untersuchungen. Das Buch
"Von der Eifel nach Amerika", Band 18/19 der Schriftenreihe des
Euskirchener Geschichtsvereins, versucht, eine dieser Lücken zu schließen.
Es war nicht die pure Abenteuerlust, die unzählige Menschen jeden
Alters veranlaßt hat, im 19. Jahrhundert in Scharen ihre Heimat zu
verlassen; eine Heimat, wie man sie sich mit ihren weiten Wäldern,
Bergen und Tälern, Wiesen und Bächen und den weiten Augen der Eifel,
den Maaren, kaum schöner vorstellen kann. Es war aber die große,
unbeschreibliche Not, die in diesem Jahrhundert dort herrschte, daß die
Menschen heute nicht wußten, wovon sie morgen leben sollten. Die
Eifeler liebten ihre Heimat, in der über Generationen Väter und Urväter
ihr karges Auskommen fanden. Aber die klimatischen Verhältnisse, die
nur wenig Ertrag bringenden Böden, die hohen Steuern, Holzpreise und
nicht zuletzt das ungünstige Erbrecht, das die eigene "Scholle" immer
kleiner werden ließen, trugen dazu bei, die Entscheidung zur
Auswanderung zu treffen. Es war eine lange, beschwerliche und vor allem
weite Reise für die Menschen, die vielfach in ihrem Leben nicht weiter
als bis zum Nachbardorf gekommen waren. Sie nahmen die Strapazen auf
sich und gelangten in eine ungewisse Zukunft. Viele wurden betrogen,
ausgeraubt und standen wieder vor dem Nichts, nachdem sie zuvor in der
Eifel Haus und Hof veräußert hatten. Wenn auch viele in der neuen Welt
Fuß fassen konnten, ist es dennoch ein trauriges Kapitel der
Eifelgeschichte, das der Autor seinen Lesern vor Augen führen und zum
Nachdenken anregen will.
Wandern und Erkunden (mit Sonderteil Gedenkkreuze im Venn)
In seinem 2002 im Grenz-Echo Verlag erschienenen Buch stellt Günter Metz zwölf reizvolle Wanderungen durch die
einmalige Naturlandschaft des Hohen Venn vor. Die zu jeder Wanderung passenden übersichtlichen Servicekarten
ermöglichen eine bessere Orientierung vor Ort. Zahlreiche Hinweise auf
natürliche und historische Besonderheiten werden beschrieben.
Die ansprechenden Fotos vom Autor selbst machen Lust auf mehr!
So urteilt die Presse: | ||||||||||||||